Untersuchungshaft für Welt-Korrespondenten Deniz Yücel

„In den letzten Jahren hat sich die Arbeitssituation der Journalisten in der Türkei ständig verschlechtert. Die Verhängung der Untersuchungshaft über den Welt-Korrespondenten Deniz Yücel ist ein neuer und nicht mehr tolerabler Tiefpunkt“, erklärt VÖZ-Präsident Thomas Kralinger am Dienstag, den 28. Februar 2017 angesichts der Entscheidung der türkischen Justiz.

„Denis Yüzel hat seinen Job als Journalist gemacht, nichts Anderes. Der Respekt vor der Freiheit der Presse ist das Rückgrat einer lebendigen Demokratie. Österreichs Verleger fordern die sofortige Freilassung Yücels und eine Beendigung der unerträglichen Verfolgung und Verhaftung kritischer Journalisten in der Türkei“, so Kralinger.

Die Presse- und Meinungsfreiheit ist Teil der türkischen Verfassung und zudem hat die Türkei die UN-Menschenrechtskonvention unterzeichnet, die eine staatliche Zensur verbietet und auch das Recht jedes Menschen auf freie Meinungsäußerung einschließlich des Rechts, seine Meinung zu verbreiten und die Meinungen anderer zu hören, garantiert.

VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger kommentiert die Situation in der Türkei ebenso kritisch: „Mit jeder Welle an Journalistenverhaftungen und Medienschließungen fügt Präsident Erdogan der türkischen Gesellschaft einen dauerhaften Schaden zu. Yücels Verhaftung ist mit den Werten der Presse- und Meinungsfreiheit unvereinbar.“

Der VÖZ weist schon seit geraumer Zeit auf die zunehmenden Einschränkungen in der türkischen Medienlandschaft hin – etwa mit einer Kampagne am Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2016 oder der Unterstützung einer Solidaritätsinitiative am Tag der Menschrechte am 10. Dezember 2016.

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