Vergabe des „Alternativen Nobelpreises“ an „Cumhuriyet“

„Die ‚Cumhuriyet‘ ist unter den türkischen Tageszeitungen ein Fels in der Brandung im Kampf um die Pressefreiheit in der Türkei“, mit diesen Worten reagierte ÖJC-Präsident Fred Turnheim auf die Zuerkennung des „Alternativen Nobelpreises“ an die Zeitung. Er begrüßt auch die Begründung der Jury, dass die „Cumhuriyet“ den Preis „für ihren unerschrockenen investigativen Journalismus und ihr bedingungsloses Bekenntnis zur Meinungsfreiheit trotz Unterdrückung, Zensur, Gefängnis und Morddrohungen“ erhalte.

„So muss Journalismus sein, auch wenn es in Zeiten der Regentschaft durch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan immer schwieriger wird“, so Turnheim. Wie schwierig es ist zeige auch die Tatsache, dass erst am Mittwoch ein neuer Prozess gegen zwei führende Redakteure der Zeitung, darunter Ex-Chefredakteur Can Dündar, im Zusammenhang mit Spionagevorwürfen begonnen hat.

Der „Right Livelihood Award“ komme für die „Cumhuriyet“ zur richtigen Zeit und Turnheim weiter: „Stellvertretend für den Österreichischen Journalisten Club gratuliere ich allen Journalistinnen und Journalisten dieser Zeitung und auch allen anderen Mitarbeitern. Die Solidarität aus der österreichischen Kollegenschaft ist Euch sicher!“.

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